Erbsenprotein ist eine vegane Alternative zu tierischen Produkten auf Basis von Milch-, Molke, oder Eiprotein. Hergestellt wird Erbsenprotein meist aus gelben Erbsen (Pisum sativum). Bei der Isolation des Proteins werden Kohlenhydrate und Ballaststoffe vom Protein getrennt. Je nach Herstellungsmethode verbleiben aber bestimmte Mengen dieser Inhaltsstoffe im Produkt, weshalb man Protein- Konzentrate und -Isolate unterscheidet. Bei Isolaten ist der Proteinanteil deutlich höher. Erbsenprotein ist hypoallergen, hervorragend verdaulich und enthält alle 8 essentiellen Aminosäuren, von denen manche jedoch nur in sehr geringer Menge vertreten sind. Die limitieren Aminosäuren im Aminosäureprofil von Erbsenprotein sind vor allem die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein. Besonders reich ist Erbsenprotein hingegen an Lysin, Threonin und Phenylalanin [Shanthakumar et al., 2022].
In der Praxis werden daher verschiedene Pflanzliche Proteine kombiniert um „vollständige“ Aminosäureprofile zu erhalten. Mit Erbsenprotein werden gängigerweise Getreideprotein-Isolate wie aus braunem Reis (Oryza sativa) kombiniert, da ihr Aminosäureprofil ausreichend Schwefelhaltige Aminosäuren enthält und zudem reich an Leucin ist [Dimina et al., 2022].
Erbsenprotein wird zudem für einige vom Aminosäureprofil unabhängige Effekte auf die Gesundheit untersucht. Von Interesse sind hier bioaktive Peptide, die bei der Verdauung von Erbsenprotein entstehen können. Diesen werden antioxidative, antiinflammatorische sowie Blutdruck-senkende Effekte zugeschrieben [Shanthakumar et al., 2022; Ge et al., 2020].