Arginin (L-Arginin 700)

L-Arginin ist eine essentielle Aminosäure bei Jugendlichen, die aber mit
zunehmendem Alter semiessentiell wird. Denn L-Arginin wird bei den
meisten Säugetieren einschließlich dem Menschen aus den Aminosäuren
Glutamat, Glutamin und Prolin in den Mitochondrien der Enterocyten
über die intestinalerenale Achse synthetisiert.

Artikel Nr.: 55113 Inhalt: 200 Kapseln

Neben der Niere können nahezu alle Zelltypen Citrullin in Arginin konvertieren. Dazu gehören Adipozyten, Endothelzellen, Enterozyten, Makrophagen, Neuronen
und Myozyten.

Der Abbau von L-Arginin erfolgt über mehrere Wege. Durch das Enzym Arginase wird L-Arginin in L-Ornithin, einer Vorstufe von Polyaminen und Harnstoff, umgewandelt. Große Bedeutung liegt in der Rolle von L-Arginin bei der Synthese von Stickoxid (NO˙), einem freien Radikalmolekül, das in allen Zellen aus L-Arginin über drei verschiedene NOSynthasen synthetisiert wird. NO scheint die Hauptform des EDNF (endothelium-derived relaxing factor) zu sein. Verschiedene Erkrankungen, assoziiert mit vaskulärer Dysfunktion wie Arteriosklerose, Diabetes, Bluthochdruck oder Präklampsie, hängen mit einer veränderten Stickoxid-Signalstruktur zusammen. Ein bekannter Mechanismus, der zu diesen Veränderungen führt, kann eine verringerte Bioverfügbarkeit von L-Arginin und Tetrahydrobiopterin (BH4) sein.

L-Arginin dient als Vorstufe von Creatin, das eine wichtige Rolle im Energiemetabolismus von Muskel- und Nervenzellen spielt. Die Creatinsynthese aus L-Arginin reguliert die Verfügbarkeit eines Methylgruppendonors für andere Methylierungsreaktionen, zum Beispiel für die Bildung von Methionin aus Homocystein. Somit beeinflusst L-Arginin indirekt den Methylierungsmetabolismus im gesamten Körper. Im Rattenversuch senkte die Nahrungsergänzung mit L-Arginin die Plasmaspiegel von Glukose, Homocystein, Fettsäuren und Triglyceriden und verbesserte die Insulinsensitivität bei fettleibigen Ratten mit Diabetes. Ähnliche Ergebnisse wurden für humane Übergewichtige mit Typ- II-Diabetes berichtet. Zweitens verzögerte die Zufuhr von L-Arginin die Progression einer durch fettreiche Diät-induzierte Atherosklerose bei adipösen Kaninchen. In einem Tiermodell für Colitis zeigte eine hohe Argininzufuhr Schutzeffekte gegenüber Colitis mit einem Anstieg der bakteriellen Diversität im Darm und vor allem von Bacteroidetes, während bei einer ornithinreichen bzw. prolinreichen Diät keinerlei Effekte nach- weisbar waren.

L-Arginin wird schließlich auch benötigt, um den extrem neurotoxischen Ammoniak aus dem zentralen Nervensystem zu entgiften. In Nahrungsmitteln findet man vor allem in Seafood, Wassermelonensaft, Nüssen, Fleisch, Reis- und Sojaprotein hohe Mengen Arginin, eher weniger Arginin ist in Milch und Milchprodukten enthalten.

Einnahmeempfehlung Arginin (L-Arginin 700)
1 Kapsel täglich mit viel Flüssigkeit 1/2 h vor oder 2 h nach dem Essen verzehren.
Zusammensetzungpro Kapsel
L-Arginin700 mg
Sonstige Zutaten:Zellulose, Erbsenfaser

Zutaten: L-Arginin, Kapselhülle Hydroxypropylmethylcellulose, Füllstoff Erbsenfaser, L-Ascorbinsäure.

Die empfohlene tägliche Verzehrsempfehlung für Arginin 700 darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel dienen nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und einer gesunden Lebensweise. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Kühl und trocken bei Raumtemperatur lagern.