Rhodiola rosea

Rhodiola rosea (Rosenwurz) ist eine sukkulente Pflanze, die vor allem in kalten Hochlagen Europas und Asiens wächst [Kelly, 2001]. Ihren Namen verdankt der Rosenwurz ihren nach Rosen duftenden Wurzeln und Blüten. Seit Jahrhunderten wird Rhodiola rosea als Heilpflanze in der traditionellen Medizin zur Steigerung der Ausdauer, der mentalen Leistungsfähigkeit, Kraft und Widerstandsfähigkeit eingesetzt [Panossian, 2010]. Als pflanzliches Adaptogen unterstützt Rhodiola den Organismus auf natürlichem Weg bei der Verarbeitung von Stress und erhöht dessen Belastungs- und Stressresistenz [Kelly, 2001]. Rhodiola stimuliert nachweislich das zentrale Nervensystem, wirkt antidepressiv und steigert das Konzentrations-, Erinnerungs- und Aufnahmevermögen [Amsterdam und Panossian, 2016; Perfumi und Mattioli, 2007]. Zudem gibt es Evidenz, dass Rhodiola rosea physische und mentale Müdigkeit verringert und die Schlafqualität signifikant verbessert [Ha et al., 2002]. Die adaptogenen Effekte von Rhodiola und die Wirkung auf das ZNS sind in erster Linie auf Veränderungen im Metabolismus biogener Monoamine wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin im zerebralen Cortex, Hirnstamm und Hypothalamus zurückzuführen [Kelly, 2001]. Zusätzlich zu diesen zentralen Wirkungen bremst Rhodiola die Ausschüttung von Stresshormonen (Katecholaminen) im sympathischen Nervensystem und die cAMP-Erhöhung im Myokard unter Stress [Maslova et al., 1994]. Rhodiola rosea gilt daher als natürliches Anti-Stress-Mittel und wird neben der Verbesserung der mentalen Fitness häufig auch zur Behandlung mild verlaufender Depressionen, Erschöpfung (Fatigue) und bei Angststörungen eingesetzt [Nabavi et al., 2016; Gerbarg et al., 2014].

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