Resveratrol

Resveratrol (3, 5, 4´-trihydroxystilbene) ist ein Flavonoid, welches in besonders hoher Konzentration in der Schale von roten Weintrauben als Schutzfaktor gegen Pilze, Nässe oder UV-Schädigung gebildet wird [Baur und Sinclair, 2006]. Resveratrol hat vor allem durch das sogenannte „Französische Paradoxon” Bekanntheit erlangt, wonach ein vermehrter Weingenuss – trotz energie- und fettreicher Ernährung – protektive Wirkung auf die Gesundheit hat und lebensverlängernd wirkt [Kopp, 1998]. Erklärt wurde dieses Phänomen durch die erhöhte Aufnahme von Resveratrol, welches über ein enorm breites Wirkungsspektrum verfügt. So ist Resveratrol ein sehr gutes Antioxidans, wirkt stark entzündungshemmend, krebspräventiv sowie tumorhemmend und steigert die Wirksamkeit von Chemotherapeutika [Pervaiz, 2003; Baur und Sinclair, 2006]. Resveratrol verbessert auch die Entgiftungsfunktion der Leber und senkt geringfügig die Blutfette und LDL-Cholesterin [Chang et al., 2015; Voloshyna et al., 2012]. Ferner gibt es Evidenz, dass Resveratrol lebensverlängernd wirken kann, indem es die gleichen Schutzmechanismen aktiviert wie eine dauerhafte Kalorienrestriktion [Timmers et al., 2011; Pirola und Fröjdö, 2008]. Resveratrol gilt heute als einer der medizinisch wertvollsten Natursubstanzen. Allerdings wird dieser Pflanzenstoff relativ leicht oxidiert, was unter anderem durch gleichzeitige Gabe von Piperin (schwarzem Pfeffer) und Quercetin verhindert werden kann.

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