Reishi

Reishi (Ling Zhi / Ganoderma lucidum / glänzender Lackporling) wird in China und Japan seit über 4000 Jahren als Heilpilz etwa zur Behandlung von Bluthochdruck, Nervenschwäche, Schlafstörungen, Diabetes oder auch Krebs verwendet [Jong und Birmingham, 1992; Sanodiya et al., 2009]. Bislang wurden etwa 400 bioaktive Inhaltsstoffe in Reishi identifiziert, darunter Triterpenoide, Polysaccharide, Phenole, Steroide, Proteine, Fettsäuren sowie bedeutende Mineralstoffe und seltene Spurenelemente (u.a. Mg, Ca, Mn, Zn, Fe, Cu, Ge) [Mizuno et al., 1995]. Es ist bekannt, dass die Triterpenoide und Polysaccharide aus Reishi immunstimulierende Eigenschaften besitzen und Effektorzellen des Immunsystems, unter anderem T-Zellen, Makrophagen und natürliche Killerzellen, aktivieren [Sanodiya et al., 2009]. Ferner wirken die Triterpenoide des Pilzes stark entzündungshemmend und antioxidativ und können die Umwandlung gesunder Körperzellen in Krebszellen inhibieren [Ko et al., 2008; Wasser, 2005]. Einige Studien belegen auch eine antibakterielle (z.B. gegen Streptokokken, Staphylokokken, Bacillus pneumoniae, etc.), antivirale (z.B. gegen Herpes simplex, HIV) und antifungale Wirksamkeit von Reishi und bekräftigen eine additive Wirkung des Pilzes in Kombination mit Antibiotika [Sanodiya et al., 2009; Yoon et al., 1994]. Durch die Verwendung von Ling Zhi kommt es zu einer verbesserten Regeneration des Lungenepithels wodurch sich auch das Risiko für die Entstehung einer (chronischen) Bronchitis verringert. Seine peripher anticholinerge Wirkung (autonomes Nervensystem) bewirkt zudem eine Erweiterung verengter Bronchien [Ram et al., 2011]. Überdies hemmen die Inhaltsstoffe von Reishi nachweislich die Freisetzung von Histamin im Körper [Sanodiya et al., 2009].

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