L-Tryptophan

L-Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, deren Funktion sich nicht in der Proteinbildung erschöpft, sondern die eine wichtige Vorstufe für die endogene Synthese der Neurobotenstoffe Serotonin, Melatonin und des Vitamin B3 (Niacin) ist [Wu, 2009]. Vor diesem Hintergrund wird L-Tryptophan eine stimmungsaufhellende, beruhigende, schlaffördernde, gedächtnissteigernde und gewichtsreduzierende Wirkung zugesprochen [Silber und Schmitt, 2010; Strasser et al., 2015]. Untersuchungsergebnisse aus in vitro Studien lassen erkennen, dass L-Tryptophan und dessen Metaboliten stark antioxidative Kapazität besitzen und Körperzellen und Neuronen im Gehirn vor den schädlichen Einflüssen freier Radikale schützen [Nayak und Buttar, 2016]. Die Beobachtung, dass ein Tryptophanmangel häufig mit chronischen Entzündungsprozessen im Körper einhergeht, lässt auf eine Interaktion des Tryptophan-Stoffwechsels mit dem Immunsystem schließen. Fütterungsversuche in Ratten haben gezeigt, dass die orale Gabe von 300 mg L-Tryptophan zum einen die Konzentration von Serotonin und Melatonin im zentralen Nervensystem erhöht, als auch die phagozytäre Leistung von Makrophagen und die Aktivität des angeborenen Immunsystems steigert [Esteban et al., 2004]. Ferner wurde eine signifikante Zunahme der Widerstandsfähigkeit gegenüber bakteriellen Infektionen und Parasiten unter L-Tryptophan-Supplementation beobachtet [Watson und Petro, 1984].

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