Chrom

Chrom ist ein essentielles Spurenelement, das im Kohlehydrat- und Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt. In einigen Studien konnte eine Senkung des HbA1c-Spiegels nach Einnahme von Chrom-Picolinat nachgewiesen werden, was eine positive Relevanz von Chrom auf die Insulinresistenz wahrscheinlich macht [Anderson et al., 1997; San Mauro-Martin et al., 2016]. Derzeit geht man davon aus, dass Chrom als Aktivator der Insulinwirkung fungiert [Chowdhury et al., 2003]. Zudem gibt es Hinweise, dass Chrom nicht nur regulierend auf den Blutzuckerspiegel wirkt, sondern auch Einfluss auf das Lipidprofil des Körpers hat. Einige klinische Studien haben gezeigt, dass die Gabe von Chrom die LDL-Cholesterin- und Triglyzeridspiegel in Typ2-Diabetikern senkt und HDL-Cholesterin erhöht [Press et al., 1990; Lee und Reasner, 1994]. Eine Unterversorgung mit Chrom scheint in diesem Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für koronare Herzkrankheit assoziiert zu sein [Schroeder, 1968]. Ferner gibt es Evidenz, dass eine Supplementation von Chrom in der Postmenopause die Calciumverluste über den Urin vermindert und dadurch Osteoporose-präventiv wirkt [McCarty, 1995]. Auch ein Zusammenhang zwischen der gesteigerten Insulinsensitivität nach Chrom-Gabe und der Verbesserung der Stimmungslage bei depressiven Patienten ist bekannt [Davidson et al., 2003]. Es wird angenommen, dass Chrom den Transport gewisser Aminosäuren ins Gehirn verbessert (u.a. von L-Tryptophan) und dadurch die Synthese von verschiedenen Neurotransmittern, unter anderem Serotonin, anregt [Horácek et al., 1999; Fukagawa et al., 1986].

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