Ziel des Aminosäuren Konzepts

ist die Bereitstellung der Aminosäuren Vorstufen einzelner Neurotransmitter, an erster Stelle von Serotonin, und die Aufrechterhaltung der Balance aller wichtigen Neurobotenstoffe (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin, GABA und Glutamat).

Serotonin wird über die unmittelbare Aminosäuren Vorstufe 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) im Körper produziert. 5-HTP ist bei der Supplementation wesentlich vorteilhafter als die Aminosäuren Vorstufe L-Tryptophan selbst, da es ungestört die Blut-Hirn-Schranke passieren kann (L-Tryptophan konkurriert mit anderen Aminosäuren um aktive Passage der Blut-Hirn-Schranke) und 5-HTP ausschließlich zu Serotonin umgewandelt wird. L-Tryptophan steht nur zu einem kleinen Teil für die Synthese des Neurotransmitters Serotonin zur Verfügung. Der weitaus größere Anteil (ca. 95%) wird in andere Substrate (Kynurenine, Niacin, NADP) umgewandelt bzw. in Eiweiß eingebaut. Der kritische Schritt in der Serotoninsynthese ist die Umwandlung von L-Tryptophan zu 5-HTP durch das Enzym Tryptophanhydroxylase (TpH). Cortisolexzess, oxidativer Stress, Insulinresistenz sowie eine unangemessene Versorgung von Vitamin B6- oder Magnesium können Einfluss auf die Enzymaktivität der TpH nehmen.

Die Katecholamine Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin werden aus der Aminosäure L-Tyrosin bzw. L-Phenylalanin über L-Tyrosin aufgebaut. Gelegentlich ist auch Acetyl-Tyrosin vorzuziehen, das erst nach der Hydrolyse zum Tyrosin für die Katecholaminsynthese verfügbar ist und damit einen Langzeiteffekt besitzt.

Für die Enzyme, die die Aminosäuren zu Neurotransmittern umsetzen, werden die Vitamine C, B6, B12 und Folat sowie die Mineralstoffe Magnesium und Calcium als Kofaktoren benötigt. Vor allem Vitamin B6 ist an zahlreichen Enzymschritten der Neurotransmittersynthese beteiligt. Nicht selten kann allein die Ergänzung von Vitamin B6 und/oder Folat ausreichend sein, damit die enzymatischen Reaktionen konstant adäquat ablaufen können. Genetische Variationen der an der Neurotransmittersynthese beteiligten Enzyme können im Einzelfall einen höheren Vitamin-/Kofaktorbedarf mit sich bringen.

Schließlich können verschiedene Naturstoffe in Verbindung mit den Neurotransmittern des Nervensystems genannt werden. Hierzu zählen vor allem L-Theanin aus Grünen oder Weißem Tee, EGCG (Epigallocatechin) aus Grünen Tee, Rhodiola rosea (Rosenwurz) sowie die Aminosäure Taurin.

Basierend auf zum Teil langjährigen Erfahrungen in den USA sind eine Reihe von Kombinationspräparaten entstanden, die praxiserprobte Mischungen der Aminosäuren, Kofaktoren und Naturstoffen enthalten.

Das Ziel des Aminosäuren Konzepts ist die Bereitstellung der Aminosäuren Vorstufen für die endogene Neurotransmittersynthese und für die Balance derer bis zur Aufrechterhaltung der neuroendokrinen Regulationsebene.

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