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Säure-Basenhaushalt

Stoffwechselvorgänge im Organismus finden in einem wässrigen Milieu statt und sind von verschiedenen Umgebungsbedingungen abhängig, z. B. auch von p-H-Wert. Im Blut liegt der pH-Wert konstant in einem leicht basischen Bereich. Schwankungen stören den Transport von Nährstoffen und Sauerstoff, die Tätigkeit von Enzymen und Hormonen, die Durchlässigkeit der Zellmembrane, die Verteilung von Elektrolyten, die Reizleitung im Nervensystem und die Erregbarkeit von Muskelzellen. Um diesen fein ausgeklügelten Säure-Basen-Haushalt in seinem Gleichgewicht zu halten, gibt es verschiedene körpereigene Regelmechanismen. Zu diesen Mechanismen gehören die Atmung, die Verdauung, der Kreislauf und die Hormonproduktion. Stress und Anspannung können eine Säureproblematik verstärken. Stress führt zur Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin. Herzschlag und Blutdruck werden erhöht, die Atemfrequenz steigt und gleichzeitig nimmt die Atemtiefe ab. Aufgrund der flachen Atmung kann weniger Kohlenstoffdioxid abgegeben werden. Letztendlich endet auch der Abbau der Stresshormone in der Bildung einer Säure. Darüber hinaus führt Stress oft zur Muskelanspannung, wodurch der Abtransport der Säuren erschwert wird.